Freitag, 17. Oktober 2014

schwarz - rot - gold ... wir hätten es eigentlich ahnen müssen

Nachdem nun Sebastian Kienle auf Hawaii seinen Weltmeistertitel erkämpft hat, und auch unsere Fußballnationalmannschaft in diesem Sommer endlich den 4. Titel in Brasilien eingefahren hat, waren die schwarz-rot-goldenen Farben eh überall präsent.
Wie hätte es nun für unsere Zeit hier auf Hawaii anders laufen sollen?

Der Reihe nach. Schon vor Beginn unserer Reise buchten wir uns für jede der vier von uns besuchten Inseln einen Mietwagen, dreimal einen Jeep Wrangler und einmal ein sehr kleines Auto (wobei dabei zu sagen ist, dass der Aufpreis zwischen kleinem Auto und Jepp Wrangler 0 Euro betrug!).
Zu Beginn auf Maui erhielten wir dann einen schwarzen Jeep Wrangler mit vier Türen.

der schwarze Maui-Jeep beim Camping

Nach Ankunft auf Big Island stand nur noch ein roter Jeep Wrangler mit zwei Türen auf dem Hof der Autovermietung. Also mussten wir den kleinen roten Flitzer mitnehmen, was auch toll war, denn er hatte bisher nur die Werkskilometer gefahren, war praktisch nagelneu!! Leider war er elektronisch schlecht ausgestattet, Kurbel beim Fenster, Zuschließen auch nur mit Schlüssel, da ohne Zentralverriegelung, und das ganze auch noch ohne schönes Hupgeräusch.

der rote Flitzer für Big Island

Nichts ahnend was uns auf Kauai erwarten sollte, fuhren wir zur Autovermietung hier im Hauptort Lihue. Und was stand da auf dem Hof?? Ein goldener Jeep Wrangler :).
Nach dem Sieg von Sebastian Kienle und der schwarz-roten Mietwagen-Vorgabe, hätte es uns eigentlich im Vorhinein klar sein sollen, dass wir in Gold weiter fahren!!

unser goldener Viertürer auf Kauai

Wir und die PROs

Eines unseren großen Ziele auf unserer Reise war zweifelsohne der Ironman auf Hawaii, den wir uns erstmals live anschauen wollten. Da ich den Sport nun selbst betreibe und Dani sich auch sehr gut im Triathlon auskennt, waren wir natürlich auch auf den einen oder anderen Profitriathleten gespannt. Zumindest dachten wir, wir sehen hier und da mal aus der Ferne, wie einer von ihnen im Vorfeld trainiert oder wie wir sie beim Ironman selbst vom Streckenrand aus anfeuern.
Letztlich kam es aber teilweise noch besser :)

Ich zähle mal auf ...
mit Andi und Bart fliegen, mit den Welt- und Europameistern frühstücken, mit Pete shoppen und mit Julia wandern sowie natürlich mit Jochen auch die Siegerehrung genießen :).

Aber mal eins nach dem anderen. Wir flogen von Frankfurt über San Francisco nach Hawaii. Da unser zweiter Flieger in San Francisco leider Verspätung hatte, hingen wir ein wenig übermüdet auf dem Flughafen herum. Aber wir waren in bester Gesellschaft. Auch Andreas Raelert, eigentlich der beste deutsche Triathlet der letzten 5 Jahre, erging es wie uns ... er musste warten und dann flogen wir zusammen mit ihm und auch mit dem Belgier Bart Arnouts (Europameister Mitteldistanz 70.3 2014) etwas später weiter nach Hawaii.

Am Morgen nach dem aus deutscher Sicht sehr erfolgreichen Ironman trafen wir uns mit Anne und Jochen beim Frühstück. Aber nicht nur wir aßen dort, nein auch der frischgebackene Weltmeister Sebastian Kienle gesellte sich in das Cafe. Dazu saßen auch noch zufällig die beiden Spanier Javier Gomez (Weltmeister auf der Kurzdistanz und Mitteldistanz 70.3 in diesem Jahr) und Eneko Llanos (Europameister 2013) im Cafe neben uns.

Am Nachmittag fuhren wir dann in ein kleines abgelegenes Dörfchen, um dort ein wenig nach Souveniers Ausschau zu halten. Jedoch hatten alle Läden geschlossen, außer einem Klamottengeschäft. Wir gingen hinein und stöberten ein wenig herum. Gleich fiel uns auf, dass auch noch drei bis vier andere Gäste beim Shoppen waren, unter ihnen der Hawai'i Weltmeister aus dem Jahr 2012, Pete Jacobs.

Dann verließen wir die Insel des Triathlon und flogen nach Kaua'i. Gleich am kommenden Tag begannen wir unsere große Wanderung zum Kalalau Beach an der Na Pali Coast (eigener Bericht folgt). Ein Tag wandern zum Beach, einen Tag zurück. Kurz vor Erreichen unseres Zieles am zweiten Tag und wirklich sehr müden Beinen begegnete uns, wie so viele an diesem Tag, eine Gruppe anderer Wanderer. Ein "Hallo" und eine "Erdinger-Mütze" deuteten erstmal auf deutsche Wanderer hin. Eine weitere Kappe der Triathlonmarke "Sailfish" grenzten jedoch das ganze auf eine Gruppe deutscher Triathleten ein. Ein weitere Mütze, die ich nur von hinten sah, gab zu erkennen, dass es sich um einen "Finisher 2014" handelte, dazu ein blonder gelockter Zopf der hinten aus der Kappe herausschaute. Irgendwie kombinierte mein Kopf ziemlich schnell und ich fragte beherzt die "Finisherin" ... "Julia, bist du es?" :). Es war Julia Gajer, unsere beste deutsche Triathletin beim Ironman auf Platz sechs. Sie unternahm zusammen mit Familie einen Teil unseres Wanderwegs.


Ich glaube, nun sollten wir aber niemanden mehr von den PROs treffen.
Achja, und mit Jochen, dem Triathleten und Ironmanteilnehmer aus Darmstadt, aßen wir nicht nur Frühstück, sondern genossen auch gemeinsam die offizielle Siegerehrung am Tag nach dem Ironman.

Montag, 13. Oktober 2014

IRONMAN Weltmeisterschaft und "Tränen der Freude in Kona"

Gestern war es soweit: der bei Triathleten und Triathlonfans immer lange herbeigesehnte Tag, an dem auf Hawaii die IRONMAN Weltmeisterschaft stattfindet. Das schönste dieses Jahr, wir waren als Zuschauer dabei.

Die ganzen Tage vorher war hier im Örtchen Kailua-Kona schon einiges los. Viele Triathleten tummelten sich in den Straßen, liefen, radelten und trainierten. Ganze Einkaufsmeilen von Sportmarken und Radherstellern wurden extra aufgebaut. Der große Tag warf seine Schatten voraus.

Meistens begann ein normaler Tag in der Raceweek mit Schwimmen im Meer, gestartet vom Strand "Dig Me Beach" am Pier. Dort traf sich die Triathlonszene, ob Amateur oder Profi, ob Presse oder Tourist. Auch ich musste natürlich ins Wasser abtauchen und da mitmachen. Ca. 500 m entfernt lag in der Bucht ein kleines Boot, auf dem jeden Morgen an die Schwimmer frischer typischer Kona Kaffee ausgegeben wurde. Man hing am Boot, schlürfte Kaffee und fachsimpelte mit den anderen Triathleten.
Dig Me Beach in Kailua-Kona

Andere Events wie die Nationenparade, der Underpantsrun, Wettkampfbesprechung usw. standen auf dem Programm. Aber immer im Hinterkopf der Höhepunkt der Woche, Raceday am 11.10.2014.

das deutsche Team bei der Nationenparade

Am Morgen des IRONMAN standen wir früh um 4 Uhr auf und verließen unsere Unterkunft um 5 Uhr und waren ca. 5:20 Uhr an der Bucht von Kailua-Kona, wo auf dem bekannten Pier die Start-, Wechsel- und Zielzone aufgebaut war. Wir fanden mit unserer Gastfamilie hier in Kona ein tolles Plätzchen genau auf der Mauer mit Blick auf den Schwimmstart. Gegen 6 Uhr ging so langsam die Sonne auf, der Tag erwachte.

Um 6:25 Uhr starteten die Profimänner, um 6:30 Uhr die Profifrauen. Um 6:50 Uhr wurden die Altersklassen-Männer und um 7 Uhr die Altersklassen-Frauen gestartet, alles mit einem lauten Knall aus der Kanone. Für rund 2.000 Athleten begann der längste Tag des Jahres.

Start der Altersklassen-Athleten in der Bucht von Kailua-Kona.

Wir fieberten natürlich aus deutscher Sicht für einige Profis aus heimischen Gefilden mit, welche an diesem Tag auch einen grandiosen Tag haben sollten. Auch begleiteten wir Jochen, einen Freund aus Darmstadt, den ganzen Tag, soweit es uns möglich war, am Streckenrand. Das Rennen insgesamt zu verfolgen, gestaltete sich allerdings etwas schwierig, da wir aufgrund fehlender Internetverbindung wenig Informationen zum Rennverlauf hatten. Im Zielbereich gab es jedoch eine Leinwand mit der Übertragung von NBC und durch Zufall entdeckten wir versteckt in einer Kirche über dem Altar (!) eine weitere große Leinwand.

Nach dem Schwimmen von 3,8 km im Meer vor Big Island starteten die Triathleten auf die 180 km Radstrecke, die kurz durch Kona selbst und dann bis hinauf in den Norden der Insel führte, quer durch Lavafelder auf dem einsamen Highway.

Palanii Road in Kailua-Kona

Auf der Radstrecke zeigten sich auch schon die ersten Deutschen. Jan Frodeno (Olympiasieger 2008) war von Beginn an vorne dabei, wurde aber durch eine Reifepanne und Zeitstrafe zurückgeworfen. Dann übernahmen Maik Twelsiek und Sebastian Kienle die Führung. Sebastian Kienle (letztes Jahr 3. Platz) fuhr dann bis zum zweiten Wechsel einen ordentlichen Vorsprung von 3 Minuten heraus, gefolgt von vielen anderen sehr starken Triathleten.

Jan Frodeno beim Verlassen der Wechselzone auf die Laufstrecke

Aber Sebastian ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen, er baute ihn sogar aus. Hinten im Feld schieden aufgrund der Hitze und anderen Gründen immer mehr Profis aus, Sebi Kienle kämpfte sich zu seinem ersten Sieg auf Hawaii. Frodo erlief sich im spannenden abschließenden Marathon über 42,195 km noch Platz 3 hinter dem Amerikaner Ben Hoffman. Auch Nils Frommhold zeigte ein super Rennen bei seiner Hawaii-Premiere und kam auf Platz 6.

Sebastian Kienle ist im Ziel

Unglaublich spannend auch das Rennen bei den Frauen. Mirinda Carfrae schaffte wieder mal mit einem überragenden Marathon das schier Unmögliche und fing die hinterher Zweitplatzierte Daniela Ryf bei km 38 noch ab. Dritte wurde Rachel Joyce. Aus deutscher Sicht belegte Julia Gajer bei ihrem Hawaii-Debüt einen starken sechsten Platz.

Für uns ein megaspannender Tag, gekrönt von einem endlich überfälligen deutschen Sieg nach acht Jahren. Die Stimmung im Zielbereich war einfach genial, und hier und da liefen in Kona die Tränen vor Freude, nicht nur beim Sieger Sebi Kienle, auch bei uns!!

Am Abend, nachdem wir auch Jochen bei seinen letzten Kilometern begleitet hatten und frisch geduscht waren (der Tag war heiß und schweißtreibend!!), fanden wir uns wieder im Zielbereich ein und erlebten den Zielschluss nach 17 Stunden. Denn auch die letzten Sportler, die noch ins Ziel einliefen, wurden gebührend gefeiert.

Finisherparty gegen Mitternacht

Das war er dann auch, der längste Tag im Triathlonsport. Beendet wurde des Spektakel mit einer hawaiianischen Feuershow und dem Lied Aloha 'Oe, einem traditionellem Song aus Hawaii.

Hang-Loose an den Stränden von Big Island

Wir haben die Zeit auf Big Island auch dazu genutzt, um ein wenig an den Stränden der Westküste nördlich und südlich von Kailua-Kona die Seele baumeln zu lassen und einige schöne Schnorchel-Reviere zu erkunden. Am besten gefallen hat uns zum Schnorcheln die Honaunau Bay (Two-Steps). Dabei kann man auch schon mal die Zeit vergessen und sich ordentlich den Buckel verbrennen ;-(.

Honaunau Bay (Two-Steps).

Den schönsten (und einsamsten) Strand haben wir in der Mahaiula Bay entdeckt. Hierhin gelangt man nur querfeldein über eine Schotterpiste, die durch Lavafelder führt. Im Kontrast dazu heben sich die weißsandigen und mit Palmen und Bäumen gesäumten Buchten wie kleine "Küsten-Oasen" ab. Hier haben wir auch die ersten Wasserschildkröten gesehen :-).

Mahaiula Bay.


"Gestrandete" Schildkröte in der Mahaiula Bay.

Samstag, 11. Oktober 2014

Tanz auf dem Vulkan II - zu Besuch bei den Vulkanriesen auf Big Island

Nachdem wir auf Maui bereits den "größten ruhenden Vulkan der Erde" (der Krater ist 12 km breit, 4 km lang und 914 m tief), Haleakala, kennengelernt haben, haben wir uns heute auf Big Island den "jüngsten und aktivsten Vulkan der Welt", Kilauea, und den (ruhenden) "höchsten Vulkan in den Weltmeeren", Mauna Kea, angeschaut. Der Mauna Kea ist zudem vom Meeresboden aus gemessen mit 10.210 m der höchste Berg der Erde. Er liegt aber "nur" 4.205 m über dem Meeresspiegel.

An diesem Tag der Superlativen ging es zunächst in den Hawai'i Volcanoes National Park. Hier konnten wir den rauchenden Kilauea beobachten.

Der rauchende Helama'uma'u.

Allerdings kommt man derzeit aufgrund der aktuellen Aktivität des Vulkans und dadurch hohen Schwefeldioxid-Konzentration nicht sehr nahe an den größeren Halema'uma'u Krater heran. Straßen und Trails sind zu großen Teilen im Moment gesperrt. Dafür sind wir zum kleineren, dem Kilauea Iki Krater, durch den Regenwald hinabgestiegen und ein Stück hineingewandert. Sehr mystisch, da durch einsetzenden Regen (wir sind ja schließlich im Regenwald) Nebelschwaden über den ca. 50 Jahre alten Lavasee zogen. Leider hat unsere Zeit nicht für mehr gereicht, der Rundweg hätte 2 bis 3 Stunden gedauert. Apropos Regenwald, man nimmt an, dass es ca. 400 Jahre dauert, bis sich der Regenwald nach Zerstörung durch einen Lavastrom wieder voll entwickelt hat. Neben dem kurzen Spaziergang in den Kilauea Iki Krater hatten wir die Möglichkeit eine Lava Tube (Lavaröhre) zu besichtigen - ebenfalls sehr beeindruckend.

Im Kilauea Iki Krater.

Dass die Vulkanaktivität die Landschaft und das Leben der Hawaiianer außerordentlich stark prägt, lässt sich auch an den aktuellen Entwicklungen erkennen. Im Juni diesen Jahres ist der Pu'u 'O'o ausgebrochen und seitdem fließt der Lavastrom auf den Ort Pahoa zu. Da das Gebiet weiträumig abgeriegelt worden ist, hatten wir leider nicht die Möglichkeit die fließende Lava zu sehen. Wir haben aber Pahoa einen kurzen Besuch abgestattet. Große Evakuierungsaktivitäten waren nicht zu erkennen. In Pahoa bzw. im gesamten District Puna haben die Hawaiianer übrigens noch ein anderes akustisches Problem: der aus Puerto Rico eingwanderte Coqui-Frosch. Der nächtliche Ruf des Frosches kann in einer Entfernung von einem halben Meter 90-100 Dezibel erreichen. Wir haben einen solchen Frosch auch in der Nähe unserer Unterkunft. Als wir zum ersten Mal den "ko-ki"-Ruf vernommen haben, haben wir erst an einen Vogel gedacht... aber wir können trotz des Frosches sehr gut schlafen :-).

Von Pahoa aus ging es dann zum Mauna Kea. Die Saddle Road, die zwischen Mauna Kea und Mauna Loa hindurchführt, lag im Nebel, so dass wir leider keine Sicht auf die beiden höchsten Erhebungen von Big Island hatten. Irgendwann auf dem Weg nach oben haben wir dann aber doch noch die Wolken- und Nebeldecke durchbrochen und konnten auf dem Gipfel einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Um noch einmal zu den Superlativen zurückzukommen... von 0 auf 4.205 m und von 30 Grad auf 5 Grad in ca. 2 Stunden ;-). Man kann mit einem Allrad-Auto bis auf den Gipfel fahren, wo sich die "weltweit größte Ansammlung riesiger Teleskope" befindet. Nach dem Sonnenuntergang konnten wir zum Abschluss dieses erlebnisreichen Tages noch einen Blick auf den grandiosen Sternenhimmel werfen, bevor wir uns auf den Rückweg nach Kona gemacht haben.

Sonnenuntergang am Mauna Kea.

Der morgige Tag steht dann ganz im Zeichen des Ironman... wir werden live an der Strecke das Rennen verfolgen und besonders den deutschen Teilnehmern die Daumen drücken! Aloha!

  

Freitag, 10. Oktober 2014

"Road to Hana"

Der Weg zurück zum Hauptort Kahalui führte uns dann ca. 80 km auf der schönste Straße der Insel, genannt "Road to Hana". Da wir über die Südstraße, Piilani Highway, Hana schon erreicht hatten, hieß es für uns nun "Road from Hana".
Diese Straße ist eine schmale, durch die Täler der Küste entlang schlängelnde Straße, mit vielen Brücken und tollen Ausblicken auf die Bergwelt und die Pazifikküste.

Da die Straße nun recht eng, aber viel befahren ist, kamen wir nur zögernd voran, aber auch deshalb, weil wir immerzu angehalten haben, weil es immer etwas besonderes zu sehen gab.

eine sich schlängelnde Straße soweit das Auge reicht
Wir starteten am Morgen mit einem Abstecher zum Grab von Charles Lindbergh, der Flugpionier, der zuerst den Atlantik überflog. Dieser lebte seine letzten Jahre hier auf Maui und ist auch hier begraben.
Danach hielten wir an einem schönen Strand mit Höhlen, schwarzem Sand und Lavatunneln und später an einem Verkaufsstand für selbstgemachtes Eis aus Kokosmilch. Wir haben die Sorten "Chili Chocolate" und "Honey Mac Nuts" probiert, seeeehr lecker. Dann ging es mit Bananenbrot kaufen, Crepes essen und Kokosnuss trinken und essen weiter.

Kokoseis in der Kokosnuss
Am Ende der Straße und auch am Ende des Tages machten wir Stopp an einem der bekanntesten Surferstrände der Welt, Ho'okipa Beach. Hier tummelten sich viele Wellenreiter im Wasser und warteten auf die perfekte Welle.

der Ho'okipa Beach
Nach vielen Stunden Fahrt und einem schlechten Kilometerschnitt erreichten wir abermals das Hostel in Wailuku. Dort wurde ersteinmal Wäsche, dann wir selbst gewaschen. Mit Packen für den Rückflug nach Big Island endete dann unser Tag.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Der Tanz auf dem Vulkan - Hiking im Haleakala National Park

Drei erlebnisreiche Tage Maui liegen nun hinter uns - zwei davon haben wir in und um den Haleakala National Park verbracht.

Da wir bereits beim Sonnenaufgang oben auf dem Haleakala Crater sein wollten, klingelte der Wecker bereits um 2:45. Ohne Frühstück und Kaffee machten wir uns auf den Weg zum Gipfel auf ca. 3.100 m und mit uns gefühlt tausend weitere Frühaufsteher. Dementsprechend voll und wenig spirituell war es dort und die Sonne hatte sich leider hinter den Wolken versteckt. Aber egal, wenigstens konnten wir so unsere Wanderung sehr früh beginnen.

Im Haleakala Krater


Vom Haleakala Visitor Centre unterhalb des Gipfels sind wir nach netter Beratung und Video-Einweisung durch die Park Ranger in den Krater hinabgestiegen und mitten durch die Vulkanlandschaft gewandert. Auf den ersten Blick eine öde Vulkan-Wüste, bei näherer Betrachtung erstaunlich abwechslungsreich. Es begegnen einem u.a. "Silversword" (siehe unten) und "Nene" (eine lokale Gans).

Silversword

Auf dem Holua Campingplatz haben wir dann unser Nachtlager aufgeschlagen - sehr einfach, aber sehr schön gelegen auf ca. 2.100 m. Und mit einem tollen Sonnaufgang am nächsten Morgen, der dann doch für den verpassten Sonnenaufgang auf dem Gipfel einen Tag zuvor mehr als entschädigt hat.

Holua Campground


Die zweite Tages-Etappe war dann etwas kürzer, 400 hm auf 6 km galt es zu überwinden, um wieder aus dem Krater herauszukommen. Weiter ging es mit dem Jeep auf dem teilweise sehr abenteuerlichen Piilani Highway zum südlichen Teil des National Parks, Kipahulu. Hier dominiert tropischer Regenwald statt Lava. Nach einem erfrischenden Bad in den "Seven Pools" und einem "Hamsterkauf" im nächstgelegenen  Supermarkt im 10 Meilen entfernten Hana (bei dem wir wieder einmal feststellen mussten, wie teuer Lebensmittel in den USA sind) konnten wir gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang unser Zelt auf dem Kipahuli Campingplatz aufschlagen.

Die "Seven Pools"


Am nächsten Morgen haben wir dann das Schöne mit dem Nützlichen verbunden, haben kurzerhand die Laufschuhe geschnürt und sind den Pipiwai Trail, den wir ursprünglich erwandern wollten, gelaufen. Schließlich müssen wir ja auch noch für den New York City Marathon trainieren ;-). Ein Traillauf allererster Güte (quasi ein Premiumlauf) vorbei an wunderschönen Wasserfällen und durch einen beeindruckenden und angenehm schattigen Bambuswald.

Auf dem Pipiwai Trail

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann auf dem Hana Highway zurück nach Wailuku - aber das ist eine andere Geschichte... morgen geht es weiter nach Big Island.
 

" ... es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier ... " - FALSCH!!

Jeder kennt diese Liedzeile bzw. dieses Gerücht. Es war uns ein großes Anliegen diesem Mythos nachzugehen. Aber schon am zweiten Abend lag ein Hinweis in der Luft ... ein Banner mit "Beer". Sollte es sich um den Gerstensaft handeln? Marken waren eher belgisch statt lokal, aber ein Hinweis allemal.


Gestern Abend allerdings gingen wir dem "Übel" auf den Grund und können bzw. dürfen verkünden ... "es gibt BIER auf Hawaii, es gibt Bier!!". Wir werden auch die kommenden zwei Wochen versuchen, einige Beweisliter zu finden und zu testen. 
Aloha :)



Samstag, 4. Oktober 2014

Ankunft in Hawai'i ... das Aloha Feeling kann beginnen

Heute Nacht sind wir nach laaangem Flug nun endlich in Hawai'i angekommen. Wir sind ca. 28 Stunden geflogen, 11h nach San Francisco und dann nochmal 4,5h nacch Hawai'i. Die restliche Zeit hatten wir Aufenthalt in San Fran und auch noch 3h Wartezeit wegen Verspätung.

Hundemüde sind wir gegen 3 Uhr ins Bett gefallen. Aber heute morgen begann dann der Urlaub mit einem kleinen Morgenlauf an der Küste in Kona, viele Triathleten sind auch schon da. Nach einem leckeren Frühstück sind wir nun schon wieder am Flughafen, um nach Maui zu fliegen, unserer erstes richtiges Ziel. Wir werden 4 Tage auf Maui sein und die Insel sowie den Vulkan dort erkunden, wandern gehen, im Zelt übernachten und mit einem Jeep die Insel unsicher machen.

unsere Reiseroute auf die verschiedenen Hawai'i Inseln

Am Dienstag fliegen wir dann zurück nach Kona und dann werden wir uns richtig ins IRONMAN-Fieber begeben ;).
Aloha!!

Freitag, 3. Oktober 2014

San Francisco in zwei Stunden am längsten Donnerstag des Jahres

Nach rund 11 Stunden Flug mit der "Frankfurt am Main" (A380) haben wir die erste Etappe geschafft und sind pünktlich in San Francisco gelandet. Dani hat damit um 13 Uhr Ortszeit zum ersten Mal in ihrem Leben amerikanischen Boden betreten:-).

Da wir recht zügig durch die "Immigration" gekommen sind, haben wir die Zeit genutzt und sind kurzerhand für zwei Stunden in die Stadt reingefahren. Das hat zumindest gereicht für ein paar Eindrücke, einen Abstecher zur Bay und eine Runde Cable-Car :-).



Jetzt sitzen wir am Flughafen und warten auf den Flug nach Kailua-Kona (Big Island, Hawai'i). Und es ist immer noch Donnerstag ;-). Leider hat der Flieger zwei Stunden Verspätung, so dass wir wahrscheinlich erst gegen Mitternacht (Ortszeit) in Kona eintreffen werden. Mal sehen, ob wir das an diesem längsten Donnerstag des Jahres noch schaffen oder ob dann schon Freitag ist ;-).

Greetings from San Francisco!