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Dienstag, 21. Oktober 2014

Mahalo und Goodbye Hawai'i

Nun sind sie also tatsächlich rum, die rund zweieinhalb Wochen Hawaii. Insgesamt hatten wir hier eine tolle Zeit, die etwas turbulent, aber dann doch noch versöhnlich auf O'ahu zu Ende gegangen ist.

Um noch ein paar Dinge aufzuklären... unser Mietwagen auf O'ahu war doch größer als gedacht und hatte eine neutrale Farbe. Ana hatte das Wetter auch noch am Sonntag im Griff, erst gegen Abend hörte der Dauerregen ("heavy rain") auf. Da standen wir schon auf einem einsamen Campingplatz, da wir im Hostel nicht verlängern konnten, und haben uns auf eine Nacht im Auto vorbereitet. Ich hab dann noch zu Marcus gemeint: "Pass auf, morgen wachen wir auf und die Sonne scheint". Und so war es dann auch. Wir wurden von den ersten Sonnenstrahlen geweckt und hatten dann doch noch einen schönen und sonnigen Tag zum Abschluss unserer Hawaii-Reise.

Aufwachen bei Sonnenschein nach 36 Stunden Regen im Bellow Field Beach Park.

Was macht man bei Regen in Honolulu bzw. auf O'ahu? Am Samstag, als wir in Honolulu angekommen sind und noch keinen Mietwagen hatten, haben wir uns die Zeit mit ein wenig rumlaufen (bzw. Pfützenhüpfen), shoppen (es gibt in Honolulu ca. 70 (!) ABC Stores) und dem Besuch des Waikiki Aquariums vertrieben. Eigentlich wollten wir ursprünglich Pearl Harbor besuchen. Das Visitor Center war aber aufgrund der Hurricane-Warnung geschlossen.

Unterwasserwelt im Waikiki Aquarium

Am Sonntag hatten wir dann unseren Mietwagen und sind zur North Shore mit den berühmten Surfstränden gefahren, um ein paar große Wellen zu sehen. Das war teilweise ganz beeindruckend, auch wenn wir uns aufgrund des Regens nur immer ganz kurz aus dem Auto gewagt haben.

Mit Schirm am Strand - Ostsee-Feeling in Hawaii.

Unseren letzten Tag auf O'ahu bzw. in Hawaii, an dem das Wetter es wieder gut mit uns meinte, haben wir dann noch genutzt, um uns die Touristen-Hot-Spots Hanauma Bay und Pearl Harbor anzuschauen.

Hanauma Bay.

In Pearl Harbor haben wir das Battleship Missouri Memorial und das Arizona Memorial besucht.

Eigentlich wollten wir auch noch den Diamond Head erklimmen, hier hat uns aber der Massenandrang am Fuß des Berges so abgeschreckt, dass wir das dann doch nicht gemacht haben.

Überhaupt macht sich auf O'ahu der Massentourismus bemerkbar wie auf keiner der anderen Inseln. Daher hat uns O'ahu (abgesehen vom Wetter) vielleicht am wenigsten gefallen - wenn man überhaupt ein Ranking der Inseln aufstellen möchte oder kann. Jede Insel ist für sich genommen einzigartig und hat ihre Besonderheiten. Am landschaftlich beeindruckendsten war Kaua'i, die Insel mit dem größten Wohlfühl- und Entspannungsfaktor Maui und die Insel der Superlative und durch den Ironman sehr aufregend war Big Island. Und O'ahu macht am Ende dann doch auch der geschichtliche Hintergrund aus.

Eine wunderbare Zeit hier geht zu Ende und wir sagen Mahalo für die tollen Erlebnisse und unvergesslichen Momente, die wir hier hatten.

Nun heißt es Goodbye Hawaii - Welcome New England :-).

Samstag, 18. Oktober 2014

Abenteuer auf Kaua'i

Insgesamt fünf Tage haben wir auf der "Garteninsel" Kaua'i verbracht. Nach Big Island mussten wir uns zunächst einmal an die viel kürzeren Entfernungen gewöhnen ;-). Statt schwarzer Lava sieht man hier rotbraune Erde, tolle Gebirgsformationen und erstaunlich viel Wald. Aber Kaua'i ist nicht nur "Garden Island", sondern auch "Chicken Island". Überall laufen Hähne und Hühner frei rum, die einst nach einem Hurrikan aus den Geflügelfarmen ausgebüxt sind und sich dann wie wild vermehrt haben. Leider halten sich die Hähne nicht an die üblichen Ruhezeiten, sie krähen die ganze Nacht hindurch ;-).

Kaua'i Rooster

Neben vielen anderen tollen Erlebnissen waren unsere Highlights auf Kaua'i sicherlich der Kalalau Trail an der Na Pali Coast sowie der Flug mit dem Helikopter über die gesamte Insel. Die Natur, die Kaua'i zu bieten hat, ist einfach atemberaubend.

Zunächst haben wir Kaua'i zu Fuß entdeckt und sind auf dem spektakulären und faszinierenden Kalalau Trail an der Na Pali Coast elf Meilen (18 km) bis zu dem nur zu Fuß oder über das Wasser zugänglichen Kalalau Beach gewandert. Dort haben wir gezeltet und sind am nächsten Tag den ganzen Weg wieder zurück gelaufen. Der Trail ist insgesamt sehr anspruchsvoll, es geht ständig auf und ab. Hinzu kommen teilweise recht steile und rutschige Passagen. Auch sollte man schwindelfrei sein. Belohnt wird man durch sagenhafte Ausblicke auf die Felsküste mit ihren steilen Meeresklippen - unvergessliche und atemberaubende Momente. Gleichwohl (aus unserer Sicht) eine gute Ausrüstung ein absolutes Muss ist, um diesen Trail zu bestehen, sind uns andere "Hiker" begegnet, bei denen wir uns gefragt haben, ob wir zu "deutsch" sind. Viele hatten lediglich einfaches Schuhwerk dabei und sind ohne Rücksicht auf nasse Füße durch die Flüsse getappt. Höhepunkt war sicherlich der Surfer, der uns in Flip-Flops und mit dem Brett unter dem Arm entgegen gekommen ist. Man muss auch sagen, dass der Trail gemessen an seinem Anspruch sehr stark frequentiert ist. Einige, die wir getroffen haben, sind den Trail an einem Tag hin und zurück gelaufen, hatten allerdings im Gegensatz zu uns auch kein Gepäck dabei.


Auf dem Kalalau Trail.

Kalalau Beach ist wunderschön... allerdings waren wir von dem Campingplatz weniger begeistert, wenn nicht sogar enttäuscht. Wir hatten uns vorgestellt, dass wir direkt am Strand unser Lager aufschlagen können, stattdessen mussten wir uns einen Platz im Wald dahinter suchen. Darüber hinaus landet man in einer Art Hippie-Kommune. Ein etwas seltsames Volk ist uns da begegnet. Die meisten kommen hierher und bleiben länger als eine Nacht. Wir haben dann auch am nächsten Morgen für Erstaunen gesorgt, weil wir unser Zelt schon wieder abgebaut haben. Uns ist während der gesamten Tour kein Ranger begegnet, der kontrolliert hat, ob man eine Genehmigung hat. Man darf den Trail nämlich nur mit Genehmigung begehen, für die man rund 20 Dollar zahlt.

Trotz des eher enttäuschenden Empfangs haben wir das Beste draus gemacht und uns für die Strapazen des Tages mit einem Bad im Meer und anschließender "Dusche" unterm Wasserfall belohnt :-).

Kalalau Beach.


Geschafft :-).

Übernachtet haben wir nach dem Trail erneut im Zelt im Ha'ena Beach Park, für uns der bisher schönste und ruhigste Zeltplatz. Sehr entspannte Abendstimmung mit Meeresrauschen und Ukulele-Klängen :-).

Ha'ena Beach Park.

Morgens dann ein tolles Frühstück im Hanalei Coffee Roasters, dass man sich nach zwei Tagen im Outback dann auch mal gönnen darf :-).

Lecker!!

Am gleichen Tag haben wir dann auch noch einen Helikopter-Flug über die ganze Insel gemacht und uns u.a. unseren Trail von oben angesehen. Unfassbar, wo wir da eigentlich lang gelaufen sind ;-). Aber auch die anderen Seiten der Insel wie z.B. der Waimea Canyon sind absolut beeindruckend und v.a. aus der Luft faszinierend. Für uns beide war es der erste Flug mit einem Helikopter - extrem hoher Suchtfaktor :-).

Die Na Pali Coast mit Kalalau Beach von oben.


Tolles Erlebnis so ein Helikopter-Flug :-).

Inspiriert von dem Flug haben wir uns dann heute noch den Waimea Canyon und den Koke'e State Park angesehen. Hier gibt es auch ein tolles Wanderwegenetz, von dem wir leider aufgrund der kurzen Zeit nur einen ersten Eindruck gewinnen konnten.

Waimea Canyon.

Morgen geht es dann weiter nach Oha'u, unsere letzte Insel auf Hawai'i.

Freitag, 17. Oktober 2014

Wir und die PROs

Eines unseren großen Ziele auf unserer Reise war zweifelsohne der Ironman auf Hawaii, den wir uns erstmals live anschauen wollten. Da ich den Sport nun selbst betreibe und Dani sich auch sehr gut im Triathlon auskennt, waren wir natürlich auch auf den einen oder anderen Profitriathleten gespannt. Zumindest dachten wir, wir sehen hier und da mal aus der Ferne, wie einer von ihnen im Vorfeld trainiert oder wie wir sie beim Ironman selbst vom Streckenrand aus anfeuern.
Letztlich kam es aber teilweise noch besser :)

Ich zähle mal auf ...
mit Andi und Bart fliegen, mit den Welt- und Europameistern frühstücken, mit Pete shoppen und mit Julia wandern sowie natürlich mit Jochen auch die Siegerehrung genießen :).

Aber mal eins nach dem anderen. Wir flogen von Frankfurt über San Francisco nach Hawaii. Da unser zweiter Flieger in San Francisco leider Verspätung hatte, hingen wir ein wenig übermüdet auf dem Flughafen herum. Aber wir waren in bester Gesellschaft. Auch Andreas Raelert, eigentlich der beste deutsche Triathlet der letzten 5 Jahre, erging es wie uns ... er musste warten und dann flogen wir zusammen mit ihm und auch mit dem Belgier Bart Arnouts (Europameister Mitteldistanz 70.3 2014) etwas später weiter nach Hawaii.

Am Morgen nach dem aus deutscher Sicht sehr erfolgreichen Ironman trafen wir uns mit Anne und Jochen beim Frühstück. Aber nicht nur wir aßen dort, nein auch der frischgebackene Weltmeister Sebastian Kienle gesellte sich in das Cafe. Dazu saßen auch noch zufällig die beiden Spanier Javier Gomez (Weltmeister auf der Kurzdistanz und Mitteldistanz 70.3 in diesem Jahr) und Eneko Llanos (Europameister 2013) im Cafe neben uns.

Am Nachmittag fuhren wir dann in ein kleines abgelegenes Dörfchen, um dort ein wenig nach Souveniers Ausschau zu halten. Jedoch hatten alle Läden geschlossen, außer einem Klamottengeschäft. Wir gingen hinein und stöberten ein wenig herum. Gleich fiel uns auf, dass auch noch drei bis vier andere Gäste beim Shoppen waren, unter ihnen der Hawai'i Weltmeister aus dem Jahr 2012, Pete Jacobs.

Dann verließen wir die Insel des Triathlon und flogen nach Kaua'i. Gleich am kommenden Tag begannen wir unsere große Wanderung zum Kalalau Beach an der Na Pali Coast (eigener Bericht folgt). Ein Tag wandern zum Beach, einen Tag zurück. Kurz vor Erreichen unseres Zieles am zweiten Tag und wirklich sehr müden Beinen begegnete uns, wie so viele an diesem Tag, eine Gruppe anderer Wanderer. Ein "Hallo" und eine "Erdinger-Mütze" deuteten erstmal auf deutsche Wanderer hin. Eine weitere Kappe der Triathlonmarke "Sailfish" grenzten jedoch das ganze auf eine Gruppe deutscher Triathleten ein. Ein weitere Mütze, die ich nur von hinten sah, gab zu erkennen, dass es sich um einen "Finisher 2014" handelte, dazu ein blonder gelockter Zopf der hinten aus der Kappe herausschaute. Irgendwie kombinierte mein Kopf ziemlich schnell und ich fragte beherzt die "Finisherin" ... "Julia, bist du es?" :). Es war Julia Gajer, unsere beste deutsche Triathletin beim Ironman auf Platz sechs. Sie unternahm zusammen mit Familie einen Teil unseres Wanderwegs.


Ich glaube, nun sollten wir aber niemanden mehr von den PROs treffen.
Achja, und mit Jochen, dem Triathleten und Ironmanteilnehmer aus Darmstadt, aßen wir nicht nur Frühstück, sondern genossen auch gemeinsam die offizielle Siegerehrung am Tag nach dem Ironman.

Montag, 13. Oktober 2014

Hang-Loose an den Stränden von Big Island

Wir haben die Zeit auf Big Island auch dazu genutzt, um ein wenig an den Stränden der Westküste nördlich und südlich von Kailua-Kona die Seele baumeln zu lassen und einige schöne Schnorchel-Reviere zu erkunden. Am besten gefallen hat uns zum Schnorcheln die Honaunau Bay (Two-Steps). Dabei kann man auch schon mal die Zeit vergessen und sich ordentlich den Buckel verbrennen ;-(.

Honaunau Bay (Two-Steps).

Den schönsten (und einsamsten) Strand haben wir in der Mahaiula Bay entdeckt. Hierhin gelangt man nur querfeldein über eine Schotterpiste, die durch Lavafelder führt. Im Kontrast dazu heben sich die weißsandigen und mit Palmen und Bäumen gesäumten Buchten wie kleine "Küsten-Oasen" ab. Hier haben wir auch die ersten Wasserschildkröten gesehen :-).

Mahaiula Bay.


"Gestrandete" Schildkröte in der Mahaiula Bay.

Samstag, 11. Oktober 2014

Tanz auf dem Vulkan II - zu Besuch bei den Vulkanriesen auf Big Island

Nachdem wir auf Maui bereits den "größten ruhenden Vulkan der Erde" (der Krater ist 12 km breit, 4 km lang und 914 m tief), Haleakala, kennengelernt haben, haben wir uns heute auf Big Island den "jüngsten und aktivsten Vulkan der Welt", Kilauea, und den (ruhenden) "höchsten Vulkan in den Weltmeeren", Mauna Kea, angeschaut. Der Mauna Kea ist zudem vom Meeresboden aus gemessen mit 10.210 m der höchste Berg der Erde. Er liegt aber "nur" 4.205 m über dem Meeresspiegel.

An diesem Tag der Superlativen ging es zunächst in den Hawai'i Volcanoes National Park. Hier konnten wir den rauchenden Kilauea beobachten.

Der rauchende Helama'uma'u.

Allerdings kommt man derzeit aufgrund der aktuellen Aktivität des Vulkans und dadurch hohen Schwefeldioxid-Konzentration nicht sehr nahe an den größeren Halema'uma'u Krater heran. Straßen und Trails sind zu großen Teilen im Moment gesperrt. Dafür sind wir zum kleineren, dem Kilauea Iki Krater, durch den Regenwald hinabgestiegen und ein Stück hineingewandert. Sehr mystisch, da durch einsetzenden Regen (wir sind ja schließlich im Regenwald) Nebelschwaden über den ca. 50 Jahre alten Lavasee zogen. Leider hat unsere Zeit nicht für mehr gereicht, der Rundweg hätte 2 bis 3 Stunden gedauert. Apropos Regenwald, man nimmt an, dass es ca. 400 Jahre dauert, bis sich der Regenwald nach Zerstörung durch einen Lavastrom wieder voll entwickelt hat. Neben dem kurzen Spaziergang in den Kilauea Iki Krater hatten wir die Möglichkeit eine Lava Tube (Lavaröhre) zu besichtigen - ebenfalls sehr beeindruckend.

Im Kilauea Iki Krater.

Dass die Vulkanaktivität die Landschaft und das Leben der Hawaiianer außerordentlich stark prägt, lässt sich auch an den aktuellen Entwicklungen erkennen. Im Juni diesen Jahres ist der Pu'u 'O'o ausgebrochen und seitdem fließt der Lavastrom auf den Ort Pahoa zu. Da das Gebiet weiträumig abgeriegelt worden ist, hatten wir leider nicht die Möglichkeit die fließende Lava zu sehen. Wir haben aber Pahoa einen kurzen Besuch abgestattet. Große Evakuierungsaktivitäten waren nicht zu erkennen. In Pahoa bzw. im gesamten District Puna haben die Hawaiianer übrigens noch ein anderes akustisches Problem: der aus Puerto Rico eingwanderte Coqui-Frosch. Der nächtliche Ruf des Frosches kann in einer Entfernung von einem halben Meter 90-100 Dezibel erreichen. Wir haben einen solchen Frosch auch in der Nähe unserer Unterkunft. Als wir zum ersten Mal den "ko-ki"-Ruf vernommen haben, haben wir erst an einen Vogel gedacht... aber wir können trotz des Frosches sehr gut schlafen :-).

Von Pahoa aus ging es dann zum Mauna Kea. Die Saddle Road, die zwischen Mauna Kea und Mauna Loa hindurchführt, lag im Nebel, so dass wir leider keine Sicht auf die beiden höchsten Erhebungen von Big Island hatten. Irgendwann auf dem Weg nach oben haben wir dann aber doch noch die Wolken- und Nebeldecke durchbrochen und konnten auf dem Gipfel einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Um noch einmal zu den Superlativen zurückzukommen... von 0 auf 4.205 m und von 30 Grad auf 5 Grad in ca. 2 Stunden ;-). Man kann mit einem Allrad-Auto bis auf den Gipfel fahren, wo sich die "weltweit größte Ansammlung riesiger Teleskope" befindet. Nach dem Sonnenuntergang konnten wir zum Abschluss dieses erlebnisreichen Tages noch einen Blick auf den grandiosen Sternenhimmel werfen, bevor wir uns auf den Rückweg nach Kona gemacht haben.

Sonnenuntergang am Mauna Kea.

Der morgige Tag steht dann ganz im Zeichen des Ironman... wir werden live an der Strecke das Rennen verfolgen und besonders den deutschen Teilnehmern die Daumen drücken! Aloha!

  

Dienstag, 7. Oktober 2014

Der Tanz auf dem Vulkan - Hiking im Haleakala National Park

Drei erlebnisreiche Tage Maui liegen nun hinter uns - zwei davon haben wir in und um den Haleakala National Park verbracht.

Da wir bereits beim Sonnenaufgang oben auf dem Haleakala Crater sein wollten, klingelte der Wecker bereits um 2:45. Ohne Frühstück und Kaffee machten wir uns auf den Weg zum Gipfel auf ca. 3.100 m und mit uns gefühlt tausend weitere Frühaufsteher. Dementsprechend voll und wenig spirituell war es dort und die Sonne hatte sich leider hinter den Wolken versteckt. Aber egal, wenigstens konnten wir so unsere Wanderung sehr früh beginnen.

Im Haleakala Krater


Vom Haleakala Visitor Centre unterhalb des Gipfels sind wir nach netter Beratung und Video-Einweisung durch die Park Ranger in den Krater hinabgestiegen und mitten durch die Vulkanlandschaft gewandert. Auf den ersten Blick eine öde Vulkan-Wüste, bei näherer Betrachtung erstaunlich abwechslungsreich. Es begegnen einem u.a. "Silversword" (siehe unten) und "Nene" (eine lokale Gans).

Silversword

Auf dem Holua Campingplatz haben wir dann unser Nachtlager aufgeschlagen - sehr einfach, aber sehr schön gelegen auf ca. 2.100 m. Und mit einem tollen Sonnaufgang am nächsten Morgen, der dann doch für den verpassten Sonnenaufgang auf dem Gipfel einen Tag zuvor mehr als entschädigt hat.

Holua Campground


Die zweite Tages-Etappe war dann etwas kürzer, 400 hm auf 6 km galt es zu überwinden, um wieder aus dem Krater herauszukommen. Weiter ging es mit dem Jeep auf dem teilweise sehr abenteuerlichen Piilani Highway zum südlichen Teil des National Parks, Kipahulu. Hier dominiert tropischer Regenwald statt Lava. Nach einem erfrischenden Bad in den "Seven Pools" und einem "Hamsterkauf" im nächstgelegenen  Supermarkt im 10 Meilen entfernten Hana (bei dem wir wieder einmal feststellen mussten, wie teuer Lebensmittel in den USA sind) konnten wir gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang unser Zelt auf dem Kipahuli Campingplatz aufschlagen.

Die "Seven Pools"


Am nächsten Morgen haben wir dann das Schöne mit dem Nützlichen verbunden, haben kurzerhand die Laufschuhe geschnürt und sind den Pipiwai Trail, den wir ursprünglich erwandern wollten, gelaufen. Schließlich müssen wir ja auch noch für den New York City Marathon trainieren ;-). Ein Traillauf allererster Güte (quasi ein Premiumlauf) vorbei an wunderschönen Wasserfällen und durch einen beeindruckenden und angenehm schattigen Bambuswald.

Auf dem Pipiwai Trail

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann auf dem Hana Highway zurück nach Wailuku - aber das ist eine andere Geschichte... morgen geht es weiter nach Big Island.
 

" ... es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier ... " - FALSCH!!

Jeder kennt diese Liedzeile bzw. dieses Gerücht. Es war uns ein großes Anliegen diesem Mythos nachzugehen. Aber schon am zweiten Abend lag ein Hinweis in der Luft ... ein Banner mit "Beer". Sollte es sich um den Gerstensaft handeln? Marken waren eher belgisch statt lokal, aber ein Hinweis allemal.


Gestern Abend allerdings gingen wir dem "Übel" auf den Grund und können bzw. dürfen verkünden ... "es gibt BIER auf Hawaii, es gibt Bier!!". Wir werden auch die kommenden zwei Wochen versuchen, einige Beweisliter zu finden und zu testen. 
Aloha :)



Samstag, 4. Oktober 2014

Ankunft in Hawai'i ... das Aloha Feeling kann beginnen

Heute Nacht sind wir nach laaangem Flug nun endlich in Hawai'i angekommen. Wir sind ca. 28 Stunden geflogen, 11h nach San Francisco und dann nochmal 4,5h nacch Hawai'i. Die restliche Zeit hatten wir Aufenthalt in San Fran und auch noch 3h Wartezeit wegen Verspätung.

Hundemüde sind wir gegen 3 Uhr ins Bett gefallen. Aber heute morgen begann dann der Urlaub mit einem kleinen Morgenlauf an der Küste in Kona, viele Triathleten sind auch schon da. Nach einem leckeren Frühstück sind wir nun schon wieder am Flughafen, um nach Maui zu fliegen, unserer erstes richtiges Ziel. Wir werden 4 Tage auf Maui sein und die Insel sowie den Vulkan dort erkunden, wandern gehen, im Zelt übernachten und mit einem Jeep die Insel unsicher machen.

unsere Reiseroute auf die verschiedenen Hawai'i Inseln

Am Dienstag fliegen wir dann zurück nach Kona und dann werden wir uns richtig ins IRONMAN-Fieber begeben ;).
Aloha!!

Sonntag, 28. September 2014

eine Reise nach New York ... mit Abkürzung über Hawaii

Vor vielen Jahren habe ich mir schon vorgenommen bzw. einem Lauffreund versprochen, 2014 nach New York zu reisen, um dort am Marathon teilzunehmen. Gesagt, getan!

Irgendwann bemerkte ich, dass zeitlich nicht weit vom New York Marathon auch auf Hawaii ein sehr bekanntes Sporthighlight stattfindet ... der Ironman Hawaii.


Also haben Dani und ich mal geschaut, wie man beide Events vereinen kann. Und so wurde aus der Reise nach New York eine Reise mit einer "kleinen Abkürzung" über Hawaii :).

Reiseroute für unsere Reise

Wir beginnen nun mit einer schönen Rundreise auf Hawaii, besuchen die Inseln Maui, Big Island, Kauai und Oahu. Haben dort viele Sachen vor und wollen einiges entdecken.
Danach geht es dann weiter an die Ostküste nach Boston. Von dort aus erkunden wir den Nordosten der USA und wollen den Indian Summer genießen. Anschließend machen wir Stopp in New York, um beim NYC Marathon mitzulaufen. In der letzten Woche fahren wir dann weiter bis nach Washington D.C., wo dann auch nach vielen Eindrücken die Reise zu Ende ist.


In den nächsten Woche berichten wir hin und wieder hier von unseren Abenteuern und Erlebnissen.

Aloha Hawai'i, Hello Eastcoast ...