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Dienstag, 5. September 2017

Elternzeitreise Teil 2 - Woche 1 - Loire-Tal vom 22.08. bis 27.08.

Weil unsere Reise in Kanada und den USA mit Max und mit uns als Eltern sehr gut geklappt hat, haben wir nun den vorher schon angedachten Teil 2 in Angriff genommen und sind in Richtung Frankreich aufgebrochen. Diesmal sind wir mit unserem Auto unterwegs (Ford Tourneo Connect), den wir schon vor zwei Jahren für mobiles Camping ausgebaut und dieses Jahr mit passenden Polstern verfeinert haben. Wir wollen uns einfach zu unserem eigentlichen Ziel, der Normandie, treiben lassen ... da bleiben wo es uns gefällt, irgendwann weiterfahren und nach ca. 4 Wochen zurück kehren.


Die Normandie wollten wir in einem kleinen Bogen Richtung Süden anfahren und so entschieden wir spontan, an der Loire erst einmal Richtung Westen zu fahren. Unser Programm für die Loire war kurzfristig so angedacht, dass wir uns ein paar Schlösser im Loire-Tal anschauen wollen und danach noch an einem für Marcus historischen Ort vorbeifahren.

Wir starteten Dienstag gegen Mitternacht um Max einfach in seinem Schlaf reisen zu lassen. Unser erstes Ziel war Orléans. Irgendwann jedoch übermannte auch uns der Schlaf und wir stoppten auf einem Rastplatz und schliefen im Auto. Am nächsten Morgen fuhren wir weiter und erreichten gegen Mittag Orléans. Wir schlenderten durch die Stadt, aßen unser erstes Baguette und suchten uns den ersten Campingplatz direkt an der Loire.

Blick auf die Loire in Orléans

das erste Baguette direkt an der Loire

Am nächsten Tagen besuchten wir das wohl größte und mächtigste Schloss, Château de Chambord. Es liegt ein wenig abseits der Loire, imponiert durch seine doppelläufige Treppe, seine vielen Zimmer inkl. Kaminschloten, seine ausgeklügelte Bauweise (Leonardo da Vinci soll bei der Planung mitgewirkt haben) und nicht zuletzt durch seinen angelegten Park. Eine Vielzahl anderer Touristen betrachteten sich mit uns dieses Meisterwerk. Abends fuhren wir zum nächsten Campingplatz, auf dem wir nun zwei Tage blieben.

Château de Chambord

Tags darauf stand ein Schloss ganz in der Nähe des Campingplatzes auf dem Programm, Château de Chenonceau. Wir spazierten ca 2,5 km am Fluss Cher entlang direkt zum Schloss, besichtigten wiederum die Gärten und die Räumlichkeiten und liefen wieder zurück zum Zelt. Es war ein kleineres aber charmantes Schloss, elegant als Art Brücke über den Fluss gebaut und schön mit Gärten umgeben. Am Nachmittag fuhren wir noch nach Amboise und gesellten uns in ein Café.

Château de Chenonceau

Da wir nach zwei Schlössern nun schon viele alte Räume und viele Kamine gesehen hatten beschlossen wir am Folgetag nur noch ein letztes Schloss anzuschauen, das Château de Villandry, dort jedoch nur den Garten. Dies sollte sich aber als Höhepunkt bezogen auf die Gärten und Parks herausstellen. Eine wirklich toll angelegte Anlage um das Schloß herum, inklusive toller Gemüsegärten in den schönsten Formen.

Blick auf das Château de Villandry

toll angelegt Gemüsegärten

Wege inmitten von Kräutern und Wiesenpflanzen

Auf unserem Weg Richtung Westen machten wir noch einen Café-Stopp in Angers bevor wir nach Ingrandes an der Loire kamen. Dort übernachteten wir auf dem Camping Municipal an der Loire, direkt an der Brücke über die Loire, gegenüber von Ingrandes. Und diese Brücke ist auch der Grund, warum Marcus diesen Ort besuchen wollte.

Campingplatz an der Brücke über die Loire bei Ingrandes

Denn auf einem der vielen Fotos aus Kriegszeiten seines Opas entdeckte er vor einigen Jahren eben jene Brücke. Durch Hilfe über das Internet stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine, wie vermutet, Rheinbrücke oder sonstige deutsche Flussbrücke handelte, sondern um eine typische Loirebrücke und in diesem Fall angeblich um die Brücke in Ingrandes. Auf dem Bild ist deutlich eine Brücke zu erkennen, die in den Kriegswirren zerstört war. Soldaten befinden sich am Ufer und am anderen Ufer waren vereinzelt Häuser zu erkennen.

Foto vom Opa

Vor Ort nun war klar, dass es sich tatsächlich um die Brücke handelte. Die Anzahl und das Aussehen der Brückenpfeiler, die Pylone, die Tragseile ... alles stimmte. Allerdings befand sich der Standpunkt des Fotos nicht wie vermutet am gegenüberliegendem Ufer am Campingplatz, sondern direkt in Ingrandes und auf dem Foto war praktisch gegenüber der heutige Campingplatz zu erkennen. Am nächsten Morgen fuhren wir über die Brücke und fanden auch schnell den Ort, von dem aus das Foto gemacht wurde. Ob hier wirklich Marcus' Opa im zweiten Weltkrieg stand und das Foto gemacht hat, oder das Foto jemand anders gemacht hat und es dem Opa nur geschenkt hat, das wissen wir nicht. Aber vielleicht kann man im Nachgang einiges recherchieren.

Foto heute von Ingrandes auf die Brücke über die Loire

Leider sind die Großeltern meist zu früh weg, bevor man sich besinnt, eben solche Fragen zu stellen. Aber eines ist klar, wir haben den Ort vom Foto gefunden und ein historisches Ziel von Marcus war erreicht.

Unsere Tour ging nun weiter Richtung Norden ... in die Normandie.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Anreise nach Toronto

Für Max war es der erste Flug in seinem Leben und dann gleich ein Langstreckenflug. Er hat diese Herausforderung so gemeistert wie wir ihn kennen: mit sehr viel Ruhe und Gelassenheit. Auch die Einreiseformalitäten (wir hatten das volle Programm mit zweimaliger Befragung und Koffercheck) haben ihn nicht groß beeindruckt. Somit sind wir relativ entspannt in Toronto angekommen.

Die erste Nacht haben wir im Sandman Signature Toronto Airport Hotel verbracht. Abends haben wir stilecht im hoteleigenen Restaurant (Moxie's Bar & Grill) Burger gegessen.

Die zweite Herausforderung für Max - die Zeitumstellung - hat ihn schon etwas mehr zu schaffen gemacht. Aber das hatte sicherlich auch mit der Aufregung und den Anstrengungen der Anreise zu tun. Das ging uns nicht anders und so hingen wir alle drei etwas in den Seilen.

Eins wird uns gleich zu Beginn der Reise klar: Max wird die Herzen der Kanadier im Sturm erorbern und uns die Kontaktaufnahme mit den Einheimischen stark vereinfachen ;-).

Der Blick aus dem Hotelzimmer fällt auf einen Golfplatz - es wird nicht der letzte sein, den wir in Ontario sehen... 



Freitag, 14. Juli 2017

Elternzeitreise durch Nordamerika

Wir starten in ein neues Abenteuer... diesmal verschlägt es uns nach Nordamerika. Aber nicht das Ziel unserer Reise ist das eigentliche Abenteuer, sondern wir reisen das erste Mal als Familie. Ab sofort haben wir unseren Sohn Max (6 Monate) mit im Gepäck. Um ihn und uns auf unserer ersten gemeinsamen Reise nicht zu überfordern, haben wir sehr viel Zeit eingeplant. Zeit, die wir unterwegs spontan und je nach Lust und Laune ausfüllen können.


Die ersten zwei Wochen werden wir von Toronto aus die Georgian Bay (Ontario, CAN) mit einem Camper umrunden. Anschließend verbringen wir noch eine Woche in Canton (Detroit, Michigan, USA) bei Freunden, die uns in Toronto abholen und mit denen wir uns auf dem Weg nach Detroit u.a. die berühmten Niagarafälle anschauen möchten.


Wir sind schon sehr gespannt auf die vielen kleinen und großen Entdeckungen und freuen uns die Welt und das Reisen durch Max neu zu erleben. Wie immer könnt ihr uns über unseren Blog dabei begleiten.